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Groß, Größer, Das Fette Ö

Mittelalterlich Phantasie Spectaculum

Hamburg-Öjendorf – Öjendorfer Park, 03.09.2016

Welch ein glücklicher Zufall, dass unser Urlaub an der Nordsee mit dem Ö-MPS zusammenfällt – oder ist es einfach nur gutes Timing? Egal wie - logisch dass wir, wenn wir uns mal wieder im wunderschönen Norden aufhalten, auch das hiesige MPS besuchen. Gehört und gelesen hat man ja schon viel. Eine riesige Veranstaltungsfläche, 5 Bühnen und Geburtstag wird auch noch gefeiert: zum 20. Mal gastiert das MPS dieses Jahr in Hamburg. Wir haben uns den Samstag für unseren Besuch ausgesucht, Sonntag ist dann Urlaub und Markus‘ Geburtstag. Also lassen wir an diesem Tage mal die Kameras ruhen.

Wetterdiensttechnisch war gemeldet, dass es nur ein bisl in den frühen Morgenstunden regnen soll, und pünktlich zur Morgenmesse der Regen sich verabschiedet. Das mit dem Uhrenlesen muss der Regenmacher noch lernen. Erst gegen Mittag hörte der doch etwas mehr als nur ein bisl Regen aber dann endlich auf und die Sonne konnte zeigen, was sie kann. Also Kamera ausgepackt und ab vor die Bühnen. Eins vorweg: es war viel los, und nicht alle Bands konnten wir uns anschauen. So haben es Corvus Corax, Rapalje, Saor Patrol, Cesair, Fiddlers Green diesmal nicht geschafft, von uns in Wort und Bild festgehalten zu werden. Einen kleinen Blick von der Ferne konnten wir noch auf das Konzert von Fiddlers Green werfen – und die Jungs haben in gewohnter Manier die Wiese zum Feiern gebracht. Die Wiese vor der Festivalbühne Nord war bis auf den allerletzten Fleck besucht. Knasterbart mussten wir ebenfalls – wenn auch schweren Herzens - ohne uns feiern lassen. Aber sie sollen ordentlich gefeiert haben – kein Wunder: ihr neuer Longplayer Superknasterbart kommt bei den Fans sehr gut an

Als erstes haben wir bei Metusa vorbeigeschaut. Einiges hat sich getan bei diesem positiv verrückten Haufen. Katja und Frank haben die band verlassen, neu an Bord sind Jessi an der Geige, Rakõõ am Bass und PT an der E-Gitarre. Eine neue CD gibt es auch: Dreckfresser – ein abwechslungsreiches Album, dem man die persönliche und musikalische Weiterentwicklung der Band anhört. Schwungvolle Lieder wechseln sich mit Texten, die zum Nachdenken anregen ab und es gibt ein wunderschönes Duett von Dominik und Alanna Aber zurück zum Auftritt. Die Band steht für kurzweilige Konzerte. Die Klappe von Dominik, freche Texte und jede Menge Spass sind garantiert und sorgen für Unterhaltung. Heutiges Problem: Irgendwie will die Technik noch nicht richtig zünden und so überbrückt Verena mit ihrer Stimme die Minuten bis auch dieses Problem gelöst ist und los geht es. Wir haben Metusa in der neuen Formation zum ersten Mal live gesehen. Die musikalische Verstärkung/Veränderung ist hörbar und die drei neuen Bandmitglieder eine gute Wahl. Rakõõ hat für uns die stärkste Bühnenpräsenz von den neuen Gesichtern und versteht es mit dem Publikum zu spielen. Jessi und PT sind etwas ruhiger aber auch sie können uns an diesem Tag überzeugen. Alles in allem ein sehr guter Einstieg in den heutigen MPS-Tag.

Unsere gesammelten Bilder von Metusa

Um möglichst viele Bands für Euch fotografieren zu können, trennen wir uns und so geht Markus zu den Ye Banished Privateers. Von früheren Berichten wisst ihr, dass wir diese Band wirklich mögen. Die Show ist abwechslungsreich und dadurch, dass verschiedene Bandmitglieder singen auch nie langweilig. Jedes Bandmitglied erfüllt seine Rolle mit Herzblut und so ist es immer wieder eine Freude, den Jungs und Mädels zuzuschauen.

Gesammelte Werke von den Piraten

Ich schaue derweil bei dem unplugged Auftritt von Comes Vagantes vorbei. Die Spielleute aus Nienburg/Weser feiern dieses Jahr ihr 20jähriges Jubiläum und ihnen ist die Nähe zu den Zuschauern und Fans wichtig. So verzichten sie auf die Bretter die die Welt bedeuten und mischen sich unters Publikum und wissen mit ihren mittelalterlichen Klängen die begeisterten Zuhörer ins Mittelalter zu versetzen. Egal ob Gründungsmitglied Heino einzelne Titel ankündigt oder Peter, der bei den Auftritten unermüdlich in Bewegung ist, oder Lars mit dem frechen Mundwerk – es macht einfach Spaß der kleinen Gruppe zuzuschauen.

Bilder von Comes Vagantes

Danach bleibe ich gleich in der Nähe der Festivalbühne Süd – der Auftritt von The Dolmen steht an. Das merkt man vor allem daran, dass auf einmal ganz viele T-Shirts mit dem Aufdruck Clan Dolmen auftauchen. Die fünfköpfige Band aus dem Süden Englands hat ihre Wurzeln im Celtic Folk. Ihre Show ist energiegeladen und das Volk lässt sich nicht lange bitten und schwingt das Tanzbein und singt Song für Song mit. Mich persönlich hat der Clan noch nicht restlos überzeugt – Markus, der sich einen späteren Auftritt von The Dolmen anschaut ist begeistert. Aber genau das ist eines der Dinge, die das MPS ausmacht: Es ist für jeden was dabei.

Unsere Bilder von The Dolmen

Nächste Station für mich: MPS-Bühne, wo das Tages-Set von Versengold ansteht. Für mich immer wieder ein Highlight, da ich gerade die Texte, die Malte Snorre Hoyer schreibt, sehr schätze. Für die Bremer ist das Fette Ö fast ein Heimspiel. Zu Beginn des Sets erzählt Snorre kurz vom Auftritt des Vortages auf den Halligen, der für Band und Fans ein einmaliges Erlebnis gewesen sein muss. Auf die Frage, wer den vom Vortag auch heute da ist, schnellen einige Hände in die Höhe. Und schon legen die sieben Jungs mit ihrer gutgelaunten Show los. Es wird gesungen, gesprungen und getanzt und viel zu schnell ist auch dieser Auftritt wieder vorbei.

Versengold Bilder hier gehts lang

Zum Auftritt von Faey treffe ich mich mit Markus an der Festivalbühne Nord. Die Band überrascht mit einer leichten Umstellung. Dominik Schödel vertritt Hannes Auerochs am Schlagzeug und ein neues Gesicht steht auch auf der Bühne: Matthias Pracht, so der Name des neuen Bandmitgliedes. Er verstärkt die Band mit seiner Nyckelharpa und der Geige. Eine gute Entwscheidung wie wir finden. Matthias sucht von Anfang an die Nähe zum Publikum und animiert alle immer wieder zum mitklatschen und feiern. Ein ordentlicher Einstand auf der Bühne des MPS.

Faey Bilder seht ihr hier

Nach diesem Auftritt trennen wir uns wieder und Markus schaut noch einmal bei den Privateers vorbei, da er beim ersten Auftritt erst gegen Ende dazugekommen ist und noch ein paar Eindrücke für Euch sammeln will. Ich schlendere wieder zurück zur MPS-Bühne und schaue mir das Tages-Set von Saltatio Mortis an.

Da auch die Totentänzer häufiger in meiner Playlist zu finden sind, genieße ich diesmal etwas mehr das Konzert und mache ein paar Fotos weniger. Vor allem, weil sie das Set im Vergleich zum letzten MPS ein wenig verändert haben und es so auch für mich, der die Band dieses Jahr schon öfters live erleben durfte, eine Abwechslung war, die ich einfach nur einmal genießen wollte. In der obligatorischen Werbepause zeigte sich Luci das L. wieder einmal von seiner stylischen Seite und stellte das neue Hemd aus der Saltatio Mortis Kollektion vor. Schick – schaut mal im Shop der Karlsruher vorbei!

Bilder von SaMo ... Bitte schön

Nach einer kleinen Stärkung – diesmal für mich eher ungewöhnlich – sowas neumodisches wie ein Muffin und keine Spezialität aus dem Mittelalter steht auch schon das Abendkonzert von Omnia an. Wir haben uns bewusst für dieses Abendkonzert entschieden, da wir beide die Musik der Niederländer mögen und hier wieder einmal mehr in den Urlaubsmodus geschaltet haben. Ein paar Fotos haben wir trotzdem für Euch mitgebracht. Sic (Steve Evans-van der Harten), Jenny (Jennifer Evans-van der Harten), Daphyd Sens, Rov van Barschot und Satrya Karsono haben seit Mitte Juli ebenfalls eine neue CD auf dem Markt. So spielen sie unter anderem die Titel Freedom Song und Alan Lee Tango von ihrem neuen Werk Prayer.

Omnia in Bildern

Als letztes sehen wir uns das Nachtkonzert von des Hauptmann geiler Haufen an: Feuerschwanz betreten die Bühne. Auch dieser Haufen hat vor kurzem eine neue CD veröffentlicht. Titel des Werkes: Sex is Muss. Auch sie geben unter anderem den Titelsong zum Besten und die Fans beweisen, dass sie auch schon die neueren Stücke sicher beherrschen. Gekonnt wie immer bezieht Prinz R. Hodenherz III. Junior das Publikum in die Show mit ein und es gelingt ihm auch an diesem Abend das Herz einer schönen Maid aus dem Publikum zu erobern. Feuerschwanz gelten als die Mittelalter-Party-Band und zeigen dass auch ganz deutlich. Und ehrlich gesagt: Der Auftritt macht richtig Spaß. Die Erlanger Band weiß live zu überzeugen und gewinnt schnell auch die Herzen derjenigen, die Feuerschwanz bisher vielleicht nicht so sehr auf ihrem Schirm hatten. Man merkt einfach, dass die Jungs und Johanna von der Vögelweide Spaß bei ihren Auftritten haben.

Dass Feuerschwanz auch ruhig können, wissen eingefleischte Fans. Ihr Stück Auf Wiederseh‘n ist dafür ein gutes Beispiel. Und das ist dann auch mein Anspieltipp für Euch. Auch wenn das Stück von einer älteren Scheibe der Band (Auf’s Leben) ist.

Bilder vom Auftritt von Feuerschwanz

Das war es von uns vom MPS in Öjendorf. Mal schauen, ob wir es noch auf ein weiteres MPS schaffen, ansonsten ist dann auch für uns die diesjährige MPS-Saison schon wieder vorbei und es heißt warten auf 2017 wenn sich die Pforten wieder öffnen.

Gut dass es zur Überbrückung den Lichterweihnachtsmarkt in Dortmund ab 24. November 2016 bis 1. Januar 2017 gibt, der seine Pforten von donnerstags bis sonntags für alle Besucher öffnen wird und so auch in der kalten Jahreszeit ein wenig Mittelalterstimmung unters Volk bringt.

Sonja Häfner