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Das Warten auf Joris hat ein Ende …

Posthalle Würzburg – 30. März 2016

Endlich, endlich ist es soweit haben sicherlich die meisten der Besucher an diesem Abend gedacht. Mussten sie doch gut 1 Monat auf Joris warten. Das für den 28. Februar 2016 angesetzte Konzert musste der Musiker aufgrund einer Schulterverletzung auf Ende März verschieben. Als kleine Entschuldigung dafür versprach er, dass er nie wieder Fußball spielen würde. Mal sehen, ob er sein Versprechen halten kann.

Aber jetzt erst mal zum Support von diesem Abend: Miller – eine Band aus Mannheim mit 4 jungen Musikern, die bereits eine EP Nur mal kurz mein Leben leben veröffentlicht haben. Kennengelernt haben sich Niko Stegmiller (Gesang und Gitarre), Justin Wildenhain (Gitarre), Felix Jacobs –am Bass und Lukas Schubert am Schlagzeug an der Popakademie in Mannheim. Musikalisch liefert die Formation deutschsprachigen Pop-Rock. Ganz nach dem Motto: warum in einer anderen Sprache seine Texte schreiben, wenn man mit deutschen Texten näher am Publikum ist?! Überzeugen konnten mich die vier jungen Talente vor allem mit etwas ruhigeren Songs. Wer sich über die Jungs informieren möchte, einfach hier entlang: www.miller-official.de

Hier gehts lang zu den Bildern von Miller

Nach einer guten halben Stunde mit Miller folgte die Umbauphase und man merkte, dass die jüngsten Besucher des Konzertes so langsam aufgeregter wurden – warteten sie doch gespannt auf den Jungen mit den blauen Augen. Dann war es endlich soweit: Joris und seine Band betraten die Bühne und sie nehmen die Halle für sich ein. Joris selbst schafft es trotz – oder vielleicht gerade wegen – seiner unbekümmerten Art, eine Brücke zum Publikum zu schlagen. Sei es mit kleinen Anekdoten aus dem Tourbus oder wenn er ganz offen darüber spricht, dass er jetzt seinen Traum leben darf: ‚Ich mache seit 20 Jahren Musik, und es hat niemanden interessiert. Im letzten Jahr hatte ich so viel Glück und darf Abend für Abend auf der Bühne stehen‘.

Während des gesamten Konzertes zeigt er eine unglaubliche Bühnenpräsenz, ohne sich dabei in den Vordergrund zu spielen. Im Gegenteil, als er seine Band (Constantin Krieg – Synthy, Tobias Voges am Bass und Bino Engelmann am Schlagzeug) vorstellt, wird deutlich dass die Formation nicht nur aus dem Frontmann besteht, sondern aus 4 Musikern, die genau das tun, was sie lieben: Musik machen.

Joris bietet seinen kleinen und großen Fans ein abwechslungsreiches Programm. Hat er doch alle Titel seiner CD Hoffnungslos Hoffnungsvoll im Gepäck. Aber nicht nur das. An diesem Abend fehlen auch die Titel Er (bei der er sich selbst an das Klavier setzt), Der Korken oder Rom nicht. Er wechselt zwischen den lauten und ruhigeren Stücken gekonnt hin und her, lässt das ein oder andere Stück in einer ganz besonderen Live-Version erklingen, z. B. bei der sehnlich erwarteten Zugabe Herz über Kopf, die in einer kleinen Reggae-Session endet.

Mit seiner ausdrucksstarken Stimme verleiht der Sänger jedem seiner Texte genau die richtige Emotion und Tiefe. Oft schließt er die Augen, als wenn er diesen besonderen Abend einfangen und als Erinnerung mit in den Tourbus nehmen möchte. Und er macht allen im Publikum immer wieder bewusst, wie wichtig es ist, sich der kleinen Glücksmomente im Leben bewusst zu werden und den Moment zu leben – genauso wie in seinen Texten. Vielleicht ist es diese Mischung, die seine Musik so erfolgreich macht: Bodenständigkeit gepaart mit einer großen Liebe zur Musik, die er Abend für Abend jetzt für seine Fans spielen darf.

Sichtlich gerührt von der Begeisterung der Besucher in der Posthalle sagen Joris und seine Band mit dem auf Lampen gezeichneten Schriftzug Danke und lassen glückliche und zufriedene Gesichter nach gut 2 Stunden Konzert zurück. Alles in allem eine mehr als überzeugende Vorstellung von einem Künstler, der noch lange nicht am Ende seines Weges angekommen ist.

Hier entlang zur Joris Galerie

Sonja Häfner