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Rosa Glaubensbekenntnis in Frankfurt …

Batschkapp Frankfurt – 3. November 2016


Die Erlangener Fun-Metal-Band J.B.O. ist auf Tour mit ihrem elften Album, das schlicht und ergreifend 11 heißt. Mit ihrer Mischung aus Rockmusik und ihrer ganze eigenen Form von Humor und geistreichem Wortwitz haben sich die Herren mit i
hrer Vorliebe für Rosa Kultstatus erarbeitet. Als Support ist die österreichische Kombo Drescher mit dabei.

Drescher – allein der Name lässt schon vermuten, dass man ordentlich was um die Ohren gehauen bekommt, sobald die fünf Herren aus Steinfeld die Bühne betreten. Auf musikalischen Pfaden wandeln die Herren nicht erst seit gestern, können doch gerade Bernd Wograndl (Gesang, E-Gitarre und Akustische Gitarre) und Gernot Engel (E- und Akustische Gitarre) auf 20 Jahre im Musikgeschäft zurückblicken. Irgendwann war wohl mal der Punkt erreicht, wo sich die beiden Mitvierziger die Frage gestellt haben: Aufhören oder nochmal so richtig eins raushauen. Die Entscheidung fiel auf Letzteres und so scharte man mit Siegfried ‚Sigi‘ Meier am Schlagzeug, Roland Engel am Bass und Filip Rado am Akkordeon nicht weniger gestandene Musiker um sich und das Projekt Drescher nahm seinen Lauf.

Drescher liefern – nach eigener Aussage - die härteste Volksmusik, die du je gehört hast! Und das trifft es auch. Die Musik, eine Mischung aus Trash Metal, Volksmusik und deftigen Texten in Mundart, drückt mächtig Richtung Publikum. Auch leichte Verständnisprobleme – nicht jeder an diesem Abend ist mit dem österreichischen Dialekt vertraut - stören nicht wirklich. Die Herren dreschen fesch in ihren Lederhosen los und präsentieren eine bunte Mischung aus ihrem Erstlingswerk Erntezeit und dem am 18. November erscheinenden neuen Album Steinfeld. Spätestens bei ihrer Version des FALCO Klassikers Rock Me Amadeus ist das Eis dann gebrochen und man hat das Gefühl alle grölen mit.

Nach 9 Songs ist dann auch der Ausflug zu den Nachbarn vorbei und Drescher wird mit einer Menge Applaus verabschiedet.

Und hier könnt ihr die Steinfelder in ihren Lederhosen sehen ...


Jetzt ist der Moment, wo noch einmal die leeren Bierbecher gefüllt und die letzten schwarz-rosa T-Shirts am Merchandise-Stand gekauft werden können. Umbauphase auf der Bühne. Ein wenig dauert es noch, aber dann merkt man, wie die Stimmung vor der Bühne steigt und keinen Moment zu spät geht es dann auch los.Kaum betreten J.B.O. die Bühne und stimmen ihr Glaubensbekenntnis an, ist das Publikum nicht mehr zu halten. Und das Level wird während der nächsten 2 Stunden gehalten, zeitweise sogar noch erhöht. Jeder gibt 100 % - Band und Fans. An diesem Abend gehen bestimmt einige Damen und Herren heiser nach Hause, wird doch den ganzen Abend über lauthals mitgesungen.

Entgegen vieler anderer Musikerkollegen stellen Hannes ‚G. Laber‘ Holzmann (Gesang und E-Gitarre), Veit ‚Vito C.‘ Kutzer (ebenfalls Gesang und E-Gitarre), Ralph Bach am Bass und Wolfram Keller am Schlagzeug nicht ihr neustes Werk in den Mittelpunkt des Abends. Drei Stücke (Ich Hätt‘ gern mehr, Panzer Dance und Wacken Ist Nur Einmal Im Jahr) vom neuen Album finden ihren Platz auf der Setliste. Der Rest ist eine bunte Mischung aus alten Werken und Songs, die auf jeden Fall auf ein J.B.O. Konzert gehören. So fehlen nicht Arschloch & Spass Dabei, Gänseblümchen, Wir Ham Ne Party oder Vier Finger Für Ein Halleluja. Die Blödelkombo wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht auch an diesem Abend etwas ‚Verbotenes‘ spielt. Und so wird zur Freude des Publikums der Rammstein Reggae präsentiert. Live kann man halt auch mal was spielen, was nicht auf Silberlinge gepresst werden durfte …

Aber es gibt auch stille Momente bei J.B.O.: Als die Band Ein Guter Tag Zum Sterben anstimmt, erhebt sich ein eindrucksvoller Chor und das ein oder andere Feuerzeug findet seinen Weg, um das Dunkel im Saal spärlich zu erhellen. Nach Kuschelmetal (für alle, die immer noch nicht genau wissen, wie sich das Medley zusammensetzt: am Ende haben wir das mal für Euch zusammengestellt) soll es dann vorbei sein? Nein, natürlich nicht. Insgesamt vier Zugaben gibt es. Und sogeht wohl kein Fan nach dem würdigen Schlusssong Ein Fest enttäuscht nach Hause.

Fazit: Die fränkischen Blödelbarden. mag man oder eben nicht. Wer sich, die Texte und das Leben nicht immer bierernst nimmt und mit Band und anderen Fans lauthals den Moment feiern will, ist bei einem J.B.O. Konzert bestens aufgehoben! Hier zählt nur Eins: Spaß: Danke J.B.O. für diesen rosa Abend!


Nicht nur in Rosa - die Bilder des Abends ....

Setliste Steinfeld:
Adrenalin
Dresch Quetschn
Ois Wos Ma Foeht
Rock Me Amadeus
I Will Di Ausbliatn Sehn
5 Minuten Ruhm
Ass in Pik

Unten
First Blood


Setliste J.B.O.:
Glaubensbekenntnis
Bolle
Rock Muzik
Arschloch & Spass Dabei
Im Verkehr
Ich Liebe Dir
1001 Nacht
Ich Hätt‘ Gern Mehr
Gänseblümchen
Wir Ham Ne Party
Die Waldfee
Panzer Dance
Rammstein Reggae
Bimber Bumber Dödel Die
Könige
Hose Runter!
Vier Finger Für Ein Halleluja
Ein Guter Tag Zum Sterben
Wacken Ist Nur Einmal Im Jahr
Kuschelmetal

Zugabe 1:
Dr. Met
Gehn Mer Halt Zu Slayer

Zugabe 2:
Verteidiger Des Blödsinns
Ein Fest

Sonja Häfner

PS: Hier noch die versprochene Auflösung zum Kuschelmetal

- I’m Saling (Rod Stewart
- Let It Be und Yellow Submarine (The Beatles)
- Singin‘ In The Rain (Gene Kelly)
- Dust In The Wind (Kansas)
- My Bonnie Lies Over The Ocean (schottisches Volkslied)
- Drunken Sailor (irisches Volkslied)
- Take Me Home Country Roads (John Denver)